Ärzte Zeitung online, 22.04.2009

Wegen Krise starker Anstieg der Insolvenzzahlungen

NÜRNBERG/BERLIN (dpa). Wegen der Wirtschaftskrise sind die Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Insolvenzzahlungen seit dem Jahresanfang stark gestiegen.

Mit 243 Millionen Euro lägen die Aufwendungen für Mitarbeiter insolventer Firmen im ersten Quartal um rund 70 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, berichtete BA-Sprecherin Ilona Mirtschin am Mittwoch. Sie bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung (Mittwoch).

Ursprünglich hatte die Behörde für das erste Quartal 2009 lediglich 161 Millionen Euro für Insolvenzgeld eingeplant. Für das Gesamtjahr ständen dafür 731 Millionen Euro zur Verfügung. "Ob dieser Betrag ausreicht, wird sich spätestens im zweiten Halbjahr zeigen", sagte die Sprecherin. Aktuelle Konjunkturprognosen weckten daran zunehmend Zweifel.

Da das Insolvenzgeld von Unternehmen aufgebracht werde, belaste der Ausgabenanstieg die BA allerdings nur vorübergehend, hob die Sprecherin hervor. Weil die entsprechende Firmenumlage jährlich auf Basis der Vorjahres-Ausgaben angepasst werde, müssten Unternehmen im Jahr 2010 möglicherweise mit einer Erhöhung der Umlage rechnen. Derzeit zahlten Unternehmen 0,1 Prozent vom Arbeitsentgelt an die Bundesagentur für Arbeit.

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