Ärzte Zeitung online, 07.07.2009

Höhere Reallöhne im ersten Halbjahr 2009

DÜSSELDORF (dpa). Viele Beschäftigte in Deutschland haben durch die Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr 2009 und die niedrige Inflationsrate wieder deutlich mehr Geld in ihren Portemonnaies. Werden die Abschlüsse in vollem Umfang angewendet, führten sie zu einem spürbaren Anstieg der Reallöhne, teilte das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf mit.

Die im ersten Halbjahr abgeschlossenen Tarifverträge beinhalten nach Berechnungen des WSI Zuwächse beim Einkommen zwischen 2,5 und 3,0 Prozent. Im öffentlichen Dienst und der Energiewirtschaft lägen sie darüber, im Handel seien sie dagegen deutlich niedriger ausgefallen.

Insgesamt errechnete sich aus den Daten für rund 12 Millionen Beschäftigte im Jahr 2009 eine durchschnittliche Tarifsteigerung von 3,0 Prozent. Die relativ hohe Zahl sei aber von den Abschlüssen 2008 maßgeblich mitbestimmt worden.

"Angesichts einer drohenden Deflationsspirale trägt diese Tarifentwicklung zur Stabilisierung der Wirtschaft bei", erklärte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck. Es sei aber damit zu rechnen, dass die Entwicklung der tatsächlichen Einkommen unter anderem durch Kurzarbeit und der Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln deutlich geringer ausfalle.

Topics
Schlagworte
Praxis & Wirtschaft (59548)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »