Donnerstag, 18. März 2010
Ärzte Zeitung, 09.02.2010

IfH-Studie: Jede dritte Apotheke ist unrentabel

KÖLN (run). Jede dritte Apotheke in Deutschland steht gegenwärtig vor dem Aus. Dieses Resümee zieht das Institut für Handelsforschung (IfH) aufgrund des jährlichen Betriebsvergleichs für Apotheken.

Das IfH kommt damit zu einer konträren Einschätzung wie die Professoren Karl Lauterbach (SPD) und Gerd Glaeske. Diese hatten vergangene Woche in der Fernsehsendung "Report Mainz" von möglichen Milliardeneinsparungen in Apotheken gesprochen.

Würden diese Forderungen jedoch durchgesetzt, könnte sogar über die Hälfte der Apotheken nicht mehr rentabel arbeiten, so das IfH. Besonders gefährdet seien Apotheken auf dem Land. Den beiden Ökonomen werfen die Marktforscher vor, Versorgungslücken bereitwillig in Kauf zu nehmen.

Weitere Top-Meldungen

"Vergreisende Tarife, Kampf um Junge"

Die private Krankenversicherung konzentriert ihren Wettbewerb auf junge, gesunde Versicherte, lässt alte Tarife systematisch vergreisen und kranke Versicherte in die Kostenfalle laufen. Die ärztliche Versorgung ist teuer und - anders als in der GKV - ohne effektive Steuerungsmöglichkeiten. mehr »

FSME breitet sich Richtung Norden aus

Trotz des kalten Winters könnte die Zeckenplage und das damit verbundene Risiko einer Gehirnhautentzündung weiter ansteigen. "Es gibt keine Veranlassung zu glauben, dass die Zecken weniger geworden sind", erklärte Professor Jochen Süss vom Friedrich-Loeffler-Institut in Jena am Mittwoch auf einer Veranstaltung in München. mehr »

Sexuell missbraucht? Oft folgt dann lebenslanger Schmerz

Bei vier von fünf Menschen mit Ganzkörperschmerzen ist davon auszugehen, dass sie in ihrer Kindheit missbraucht wurden und überfordert waren. Darauf hat Dr. Gerhard Müller-Schwefe zum Auftakt des Deutschen Schmerz- und Palliativtags in Frankfurt hingeweisen. mehr »