Mittwoch, 8. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Stammzelleninstitut in Südkorea nach Hans Schöler benannt

MÜNSTER (dpa). Große Ehre für den deutschen Stammzellenforscher Hans Schöler: Das Ulsan National Institute of Science and Technology (UNIST) in Südkorea wird ihr neues Stammzelleninstitut nach dem renommierten Wissenschaftler benennen.

Das "Hans Schöler Stem Cell Research Center" der Universität werde am 13. August 2010 in Ulsan während eines internationalen Symposiums zu Stammzellen feierlich eröffnet, teilte das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin am Freitag mit. Hans Schöler, einer der Direktoren des Instituts in Münster, werde den Eröffnungsvortrag halten und das rote Band durchschneiden.

"Schöler ist ein weltweit führender Stammzellforscher mit hohen ethischen Standards", sagte der Präsident des UNIST, Cho Moo Je, laut Mitteilung. Er sei der erste Wissenschaftler gewesen, der den für die Reprogrammierung von Körperzellen entscheidenden Faktor Oct4 beschrieben habe. Zudem unterstütze er seit vielen Jahren junge südkoreanische Wissenschaftler bei ihrer Karriere.

Das UNIST wurde 2007 gegründet. Es strebt an, eines der weltweit führenden Zentren für Biowissenschaften und Technologie zu werden. Das "Hans Schöler Stem Cell Research Center" wird sich demnach der Anwendung von Stammzellen in der Regenerativen Medizin widmen.

Schöler gilt als einer der Pioniere auf dem Gebiet der induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Diese Technik ist bedeutsam, weil sie die Forschung von den umstrittenen embryonalen Stammzellen unabhängiger machen kann. Die Rückprogrammierung ausgereifter Zellen in einen embryonalen Urzustand ist eine Art Verjüngungskur, die aus den Zellen quasi Alleskönner mit universellen Fähigkeiten macht.

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