Ärzte Zeitung, 28.09.2015

Urteil

Heilpraktiker muss nicht an Arzt zurückverweisen

ANSBACH. Ein Heilpraktiker muss einen Patienten nach erfolgloser Behandlung nicht immer zur Weiterbehandlung an einen Schulmediziner zurückverweisen. Darauf weist der Versicherer Arag mit Blick auf ein rechtskräftiges Urteil des Amtsgerichts Ansbach hin (Az.: 2 C 1377/14).

Im konkreten Fall litt der Kläger seit Jahren an einer Darmerkrankung. Ein Heilpraktiker versuchte es mit Bioresonanz, Schöndorfstrom und Fußbädern. Danach, so der Kläger, ging es ihm sogar noch schlechter.

Der Heilpraktiker habe ihn jedoch nicht wieder an einen Schulmediziner verwiesen. Deshalb verlangte er Schmerzensgeld.

Der Kläger hätte auch als Laie die Notwendigkeit eines erneuten Arztbesuchs erkennen müssen, so die Richter. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »