Ärzte Zeitung, 04.07.2014

Brandenburg

AgnesZwei kommt gut an

Erfolgsmodell made in Brandenburg - so lautet das aktuelle Fazit zu AgnesZwei. Bereits 90 Fallmanagerinnen sind in märkischen Haus- und Facharztpraxen unterwegs. Bald soll das Modell auch bundesweit anerkannt werden.

AgnesZwei kommt gut an

Entlastung für den Arzt: AgnesZwei-Kräfte übernehmen für ihre Praxischefs auch einen Teil der Hausbesuche.

© Bernd Geller / fotolia.com

POTSDAM. Die Zahl der AgnesZwei-Fachkräfte in Brandenburg wächst. Jetzt haben erneut 31 Teilnehmerinnen die Fortbildung zur Praxis-Fallmanagerin bestanden. Damit sind nun 90 AgnesZwei-Kräfte in märkischen Haus- und Facharztpraxen aktiv.

Erfreut über die gute Akzeptanz des Modells zeigte sich Dr. Hans-Joachim Helming, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), die AgnesZwei im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft IGiB (Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg) gemeinsam mit der AOK Nordost und der Barmer GEK gestartet hat.

AgnesZwei sei definitiv ein Brandenburger Erfolgsmodell, so Helming. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass unser Modell bald auch bundesweit anerkannt wird."

"Eine vertraute Ansprechpartnerin"

Die beteiligten Krankenkassen schätzen die Fallmanagerinnen ebenfalls. "AgnesZwei ist für unsere Versicherten die unterstützende Hand im oftmals unübersichtlichen Dschungel des Gesundheitswesens. Sie ist die vertraute Ansprechpartnerin, die sowohl über die medizinische Historie als auch die aktuellen Lebensumstände der Patienten gut Bescheid weiß", so AOK Nordost-Chef Frank Michalak.

Barmer-Regionalchefin Claudia Korf hält das Modell gerade im Flächenland mit alternder Bevölkerung für wichtig. "Als Fallmanagerin ist AgnesZwei nicht nur eine Hilfe für die Patienten, sondern entlastet auch die märkischen Ärzte", so Korf. Es sei auf jeden Fall eine Investition, die sich für die Versicherten lohne.

Der Einsatz von AgnesZwei-Kräften wird in Brandenburg auch außerhalb von unterversorgten Regionen vergütet. Ärzte können für Patienten, die bei AOK, Barmer oder TK versichert sind, im Rahmen des IGiB-Vertrages bis zu 120 Euro pro Quartal für AgnesZwei abrechnen. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »