Ärzte Zeitung, 08.05.2013

Südwesten

Vollprofessur Allgemeinmedizin für jede Uni gefordert

Die Allgemeinmedizin in Baden-Württemberg muss gestärkt werden. Die Verknüpfung von Studienplatz mit dem späteren Arbeitsort wird aber kritisch gesehen.

STUTTGART. Die Vergabe von Medizin-Studienplätzen mit der Maßgabe, dass die jungen Mediziner später auf dem Land arbeiten, ist in Baden-Württemberg kein Thema.

Das Instrument der Hochschulzulassung sei nicht geeignet, Studienbewerber "von vornherein auf ein späteres Tätigwerden im ländlichen Raum zu verpflichten", teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion mit.

Stattdessen setze die Landesregierung auf Anreize, heißt es und verweist dazu auf das Landärzteprogramm. Seit Sommer 2012 seien 15 Förderanträge mit einem Volumen von 315.000 Euro bewilligt worden.

Die Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag, Bärbl Mielich (Grüne), forderte eine stärkere Verankerung der Allgemeinmedizin im Studium. "Das Ziel muss sein, an allen Fakultäten eine Vollprofessur für Allgemeinmedizin anzubieten", so Mielich.

Die Abgeordnete lobte das "Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin" an der Universität Heidelberg, einen Zusammenschluss der fünf Medizinischen Fakultäten im Land.

Das Zentrum stoße Projekte zur Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie zu den Rahmenbedingungen hausärztlicher Arbeit an. Doch abseits der Universität Heidelberg ist die Allgemeinmedizin lediglich vertreten durch

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