Ärzte Zeitung online, 26.09.2013

Baden-Württemberg

Assistenten bewerten ihre Weiterbildung mit "gut"

Eine Umfrage der Landesärztekammer zeichnet ein insgesamt positives Bild der Situation von Ärzten in Weiterbildung. Klare Mängel gibt es bei organisatorischen Fragen der einzelnen Abschnitte.

STUTTGART. Ärzte in Weiterbildung bewerten ihre Zufriedenheit mit der Weiterbildung und mit der Arbeitssituation durchschnittlich mit der Note "gut".

Das hat eine schriftliche Befragung der 482 geförderten Ärzte in Baden-Württemberg ergeben, teilt die Landesärztekammer mit. Dabei haben im Zeitraum von März bis Juni dieses Jahres 165 Ärzte geantwortet, das entspricht einer Rücklaufquote von rund 34 Prozent.

74 Prozent der antwortenden Mediziner waren Frauen, 26 Prozent Männer. Ihr Durchschnittsalter betrug 37,3 (Ärzte) und 38,3 (Ärztinnen) Jahre.

Die jungen Mediziner haben in der Umfrage Angaben zu insgesamt 546 Weiterbildungsabschnitten gemacht. Dabei dominierten die Allgemeinmedizin (223) und die Innere Medizin (220).

Mit weitem Abstand war die Chirurgie mit 68 Nennungen der am dritthäufigsten erwähnte Weiterbildungsabschnitt.

Ambulant vor stationär

Nach Angaben der Landesärztekammer haben Ärzte ihre Weiterbildung und ihre Arbeitssituation etwas besser bewertet als Ärztinnen. Zudem seien die ambulanten Weiterbildungsabschnitte "etwas besser" bewertet worden als die stationären.

Die Befragten hatten auch die Möglichkeit, Freitext-Antworten zu geben. Dabei hätten, so die Kammer, positive Anmerkungen "deutlich überwogen".

Deutliche Mängel ergab die Befragung bei der Organisation der Weiterbildungsabschnitte. Lediglich 23 Prozent der Assistenten habe zu Beginn ihrer Tätigkeit einen strukturierten Weiterbildungsplan erhalten, im Krankenhaus sei die Quote noch niedriger gewesen.

Das widerspreche den Vorgaben der Ärztekammer und der Weiterbildungsordnung, heißt es. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Bundestag macht den Weg frei für Cannabis auf Rezept

13:12Ärzte können Hanf als verschreibungspflichtiges Medikament verordnen. Nach jahrelanger Debatte hat das Parlament heute den Umgang mit Cannabis als Medizin völlig neu geregelt. Krankenkassen müssen die Kosten im Regelfall erstatten. mehr »

Kein Schmerzensgeld für die künstliche Ernährung des Vaters

Das Münchener Landgericht hat die Klage gegen einen Hausarzt, der einen Patienten vermeintlich unnötig lange künstlich ernähren ließ, abgewiesen. Gleichwohl attestierte es einen Behandlungsfehler. mehr »

Droht Briten eine zweite Creutzfeldt-Jakob-Welle?

In Großbritannien ist ein Mann an einer ungewöhnlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung gestorben. Dies nährt Befürchtungen, wonach mehr als 20 Jahre nach der BSE-Krise eine zweite Erkrankungswelle ansteht. mehr »