Ärzte Zeitung online, 07.05.2015

Deutsche Hochschulen

Ausgaben auf Rekordsumme gestiegen

So viel wie im Jahr 2013 steckten Hochschulen noch nie zuvor in Lehre, Forschung und die Behandlung von Patienten, meldet das Statistische Bundesamt. Einen wesentlichen Teil zu den Einnahmen steuerten vor allem die medizinischen Einrichtungen bei.

WIESBADEN. Die Ausgaben der Hochschulen in Deutschland sind auf einen neuen Spitzenwert gestiegen. 46,3 Milliarden Euro steckten die 467 öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen 2013 in Lehre, Forschung und die Behandlung von Patienten.

Das waren 2,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Ausgaben steigen seit zehn Jahren kontinuierlich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Vor allem Personalausgaben

Mehr als die Hälfte des Geldes (57,4 Prozent oder 26,6 Milliarden Euro) machten die Personalausgaben aus.

Im Vergleich zum Vorjahr waren das 1,2 Milliarden Euro mehr. Weniger Geld gab es 2013 für Investitionen: Diese Ausgaben gingen binnen Jahresfrist um 700 Millionen auf 4,0 Milliarden Euro zurück.

Die Ausgabensteigerungen finanzieren die Hochschulen zu einem großen Teil aus eigenen Einnahmen.

Diese werden vor allem von den medizinischen Einrichtungen in der Krankenbehandlung erwirtschaftet.

Es wurde aber auch wieder mehr Geld beim Bund und der Wirtschaft (Drittmittel) für Forschung und Entwicklung eingeworben.

Die Einnahmen aus Beiträgen der Studierenden gingen dagegen vor allem wegen der Abschaffung der Studiengebühren in Bayern um 2,3 Prozent auf 1,1 Milliarden zurück. (dpa)

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