Ärzte Zeitung, 21.09.2016

Universität Bremen

Sieben neue Professuren für Psychologie

BREMEN. Nach zwei Jahren des Streits ist nun klar: Die Universität Bremen behält das Fach Psychologie. Sieben Professuren sollen einen Bachelorstudiengang Psychologie nach den Richtlinien der Psychologischen Fachgesellschaft (DGPs) und einen Masterstudiengang Psychologie mit einem Schwerpunkt Psychotherapie aufbauen, teilt die Universität Bremen mit.

"Natürlich wird jeder neue Professor einen eigenen Schwerpunkt setzen", sagte Professor Dr. Manfred Hermann vom Studiengang Psychologie des Fachbereiches Human- und Gesundheitswissenschaften zur "Ärzte Zeitung". "Aber das Grundstudium bleibt."

Die einzige Bedingung sei, dass sie auch mit den Wissenschaftsschwerpunkten "Minds, Media, Machines" und "Sozialer Wandel, Sozialpolitik und Staat" der Universität Bremen mit gegebenenfalls gemeinsamen interdisziplinären Masterprogrammen zusammenarbeiten, hieß es.

Als vor zwei Jahren fast alle Professoren aus Altersgründen ausschieden, erhielt das Fach im Wirtschaftsplan 2020 einen Prüfvermerk. Die Uni wollte Geld sparen. Stadtweite Proteste von Studierenden, Mitarbeitern und das Engagement der Uni-Leitung führten dann jedoch zu einem Umdenken.

Für den Neustart des Fachs hat Scholz-Reiter externe Experten als Berater engagiert, die Empfehlungen für die "Neugründung des Instituts für Psychologie an der Universität Bremen" abgegeben haben. Der Studiengang bietet aktuell 138 Plätze für Erstsemester. (cben)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »