Ärzte Zeitung, 13.07.2016

Urteil

Hautallergie durch Tonerstaub kein Dienstunfall

MÜNSTER. Eine Hautallergie durch Tonerstaub in der Büroluft und an den Akten ist nach einem Gerichtsbeschluss kein Dienstunfall. Geklagt hatte ein Finanzbeamter aus Lüdinghausen in Nordrhein-Westfalen, wie das Oberverwaltungsgericht am Dienstag mitteilte (Az.: 3 A 964/15).

 Er hatte geltend gemacht, durch den Staub aus Laserdruckern, der sich in der Raumluft der Finanzämter und den dort zu bearbeitenden Schriftstücken befinde, an einer Kontaktdermatitis erkrankt zu sein.

Der Arbeitgeber hatte den Antrag auf Anerkennung als Dienstunfall abgelehnt. Der Beamte klagte, scheiterte jedoch bereits vor dem Verwaltungsgericht Münster.

Die Berufung des Klägers ließen die Richter der nächsten Instanz nun erst gar nicht zu: Um die Allergie als Dienstunfall anzuerkennen, sei es erforderlich, dass der Beamte der Gefahr einer Erkrankung erheblich stärker ausgesetzt sei als die übrige Bevölkerung, entschied das Oberverwaltungsgericht. Eine Tätigkeit im Innendienst eines Finanzamtes jedoch berge kein höheres Risiko. Andere Berufe, etwa das Friseurhandwerk, brächten eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit solcher Hauterkrankungen mit sich. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »