Ärzte Zeitung, 11.02.2016

Smartwatches, Gesundheits-Apps & Co

Fast jeder Dritte nutzt Fitnesstracker

BERLIN. Die Zahl der Fitnessarmbänder, der Smartwatches und der auf dem Smartphone verwendeten Gesundheits-Apps steigt in Deutschland kontinuierlich. Nach einer repräsentativen Umfrage unter 1236 Personen von Bitkom Research nutzen derzeit 31 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren sogenannte Fitness-Tracker zur Aufzeichnung von Gesundheitswerten: 18 Prozent nutzen Fitness-Armbänder, 13 Prozent Smartphones mit Fitness-Apps und sechs Prozent Smartwatches.

Die häufigsten gemessenen Werte, die von den Nutzern von Fitness-Trackern erhoben werden, sind Körpertemperatur (99 Prozent der Nutzer), Körpergewicht (75 Prozent), Anzahl der gegangenen Schritte (62 Prozent) sowie die zurückgelegte Strecke (57 Prozent).

Laut Umfrage messen aber auch 31 Prozent aller Befragten ihren Blutdruck mit einem herkömmlichen Messgerät, in der Altersgruppe ab 65 Jahren sogar 60 Prozent. "Fitness-Tracker sind Lifestyle-Geräte, die gerne von den Jüngeren und Gesunden genutzt werden", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

"Das größte Potenzial von Wearables liegt künftig in der Prävention von Krankheiten und in der medizinischen Versorgung von Patienten." So würden 75 Prozent aller Befragten im Krankheitsfall ihre mit einem Fitness-Tracker gemessenen Vitalwerte an ihren Arzt übermitteln. Unter chronisch Kranken sind es sogar 93 Prozent.

Eine beim Safer Internet Day vorgestellte Verbraucherbefragung des Marktforschers YouGov im Auftrag des Justizministeriums hat laut Mitteilung des Bitkom aber auch ergeben, dass viele Menschen Risiken bei der Nutzung von ‚Wearables‘ sehen.

32 Prozent der Befragten befürchteten falsche Messwerte, 31 Prozent falsche Gesundheitsratschläge und 39 Prozent sahen die Verwendung der Daten durch Dritte als Problem; nur 28 Prozent der Befragten sahen keine Probleme.

Besonders sensibel reagierten die Verbraucherinnen und Verbraucher demnach beim Datenschutz: 32 Prozent stimmten der Aussage zu, dass die persönlichen Gesundheitsdaten niemanden etwas angingen, weitere 49 Prozent wollten selber bestimmen, wer die Gesundheitsdaten erhält, nur 5 Prozent der Befragten war es egal, wer auf die persönlichen Gesundheitsdaten Zugriff hat. (ger)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sterberate sinkt

Seit 1988 wurden in der EU Millionen Todesfälle vermieden, weil Krebs verhindert oder früh erkannt und geheilt werden konnte. Obwohl die Sterberate insgesamt sinkt, sind Forscher vor allem bei Frauen alarmiert. mehr »

Gericht verwehrt Witwe das Sperma ihres Mannes

Ein Paar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Weil es nicht klappt, setzt es auf künstliche Befruchtung. Doch dann stirbt der Ehemann nach einer Herztransplantation. Hat seine Witwe nach seinem Tod Anspruch auf sein Sperma? mehr »

Warum Hauptmann nicht gegen Gassen antritt

12.53 hDer saarländische KV-Chef Dr. Gunter Hauptmann wird nicht für den KBV-Vorsitz kandidieren. Der Grund: Ein Neuanfang sei nicht realistisch. mehr »