Ärzte Zeitung, 05.04.2016

Umfrage

Patienten wollen Zugang zu ihren Daten

BERLIN. 87 Prozent der Bundesbürger wünschen sich einen direkten Zugang zu ihren persönlichen Gesundheitsdaten, die in Arztpraxen, Kliniken oder anderen Gesundheitseinrichtungen erfasst werden.

So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1236 Bundesbürgern ab 14 Jahren.

"Die Patienten wollen endlich selbst Herr ihrer persönlichen Gesundheitsdaten werden", erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Die Daten von Patienten liegen an den unterschiedlichsten Stellen und es ist für die Behandelten nicht immer leicht, überhaupt an sie heranzukommen."

Der Verband setze sich daher seit langem dafür ein, dass die Daten in einer übergreifenden elektronischen Akte gespeichert werden. Ein wichtiger Schritt dorthin sei die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und des geplanten digitalen Patientenfachs, heißt es.

Positiv wertet der Bitkom auch, dass das E-Health-Gesetz die Einführung weiterer Anwendungen wie etwa den elektronischen Medikationsplan oder telemedizinische Anwendungen vorsieht.

In Deutschland würden jährlich immerhin rund 20.000 Menschen an unerwünschten Wechselwirkungen von Medikamenten sterben, so der Verband. (reh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »