Ärzte Zeitung, 23.09.2016

D2D-Abschaltung

Jetzt müssen Ärzte handeln

Die Tage der Telematik-Plattform D2D (Doctor-to-Doctor) sind angezählt: Am 30. September wird sie abgeschaltet. Nutzer sollten schleunigst nach Alternativen suchen.

BERLIN. Praxen, die über die Kommunikationsplattform D2D Abrechnungsdaten, BG-Berichte, elektronische Arztbriefe oder die DMP-Dokumentation an KV, Kostenträger oder andere Ärzte verschickt haben, haben nur noch wenige Tage, um sicherzustellen, dass die elektronische Kommunikation auch künftig läuft. Denn die KV Telematik GmbH, die die Plattform betreibt, hält an ihrem Zeitplan fest: Zum 30. September werde der nach Ansicht der Gesellschaft veraltete Kommunikationskanal abgeschaltet.

Das betrifft rund 13.000 Ärzte, vor allem in den Regionen Nordrhein, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Niedersachsen. Nach Wunsch der KV Telematik GmbH sollen die Ärzte auf den neuen Kommunikationskanal KV-Connect umsteigen.

In den meisten Fällen wird den Ärzten auch kaum etwas anderes übrig bleiben, da sich der Kommunikationskanal tatsächlich bei den meisten KVen durchgesetzt hat. Betroffene Praxen sollten hier aber ihre KV ansprechen oder auf der jeweiligen KV-Website nach möglichen Alternativen Ausschau halten.

Für alle Praxen, die auch ihre Abrechnungsdaten via D2D an die KV übermittelt haben, ist es wichtig, besonders schnell zu Handeln. Wie die KV Bayerns mitteilt, ist es für Ärzte, die sich nicht bis zum 30. September um einen neuen Übermittlungsdienst gekümmert haben, ab Oktober nicht mehr möglich, die Abrechnungsdaten online an die KV zu senden.

Wer tatsächlich auf KV Connect umstellt, benötigt einen Zugang zum Sicheren Netzt der KVen (SNK). Dieser ist entweder über einen KV-SafeNet Provider oder in einigen KVen auch über sogenannte FlexNet-Zugänge möglich. Außerdem muss die Praxissoftware KV Connect unterstützen bzw. integriert haben. (reh)

Die KV Telematik GmbH bietet eine Checkliste für die Umstellung auf KV Connect: tinyurl.com/gkvf43z

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