Ärzte Zeitung, 25.04.2008

Unterschriftenaktion gegen E-Card

Bündnis von 17 Organisatoren hat innerhalb von zwei Tagen schon über tausend Unterstützer gefunden 

ERKRATH (di). Ein Bündnis aus verschiedenen Gegnern der elektronischen Gesundheitskarte will mit einer Unterschriftenaktion die Ablehnung in der Bevölkerung deutlich machen. Unter der Internetadresse www.stoppt-die-e-card.de sammeln insgesamt 17 Organisationen Unterschriften.

 Unterschriftenaktion gegen E-Card

Mit diesem Plakat werben die E-Card-Gegner auf ihrer Homepage um Mitstreiter.

Sie bezeichnen dort das Projekt als "unsinnig, teuer und gefährlich" und geben zu bedenken: "Und Sie als Versicherter zahlen dafür auch noch die Rechnung." Zugleich wird davor gewarnt, dass wichtige Krankheitsdaten der Versicherten künftig "in zentralen Computern mit Internetanbindung gespeichert werden".

Innerhalb der ersten beiden Tage haben die Initiatoren nach eigenen Angaben "mehrere tausend" Unterschriften erhalten. Der Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Martin Grauduszus, erwartet, dass bis zu eine Million Unterschriften gesammelt werden könnten.

Einen ersten Zwischenstand will man zum Deutschen Ärztetag in Ulm vermelden. Von einer breiten Unterstützung erhofft er sich ein deutliches Signal an die Politik, an die Bundesärztekammer und an die KBV, "dass das Projekt in seiner derzeitigen Form nicht akzeptiert wird". Neben den Freien Ärzteschaft unterstützen unter anderem auch der NAV-Virchowbund, der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, der Hamburger Hausärzteverband und der Chaos Computer Club die Aktion.

Unter dem Motto "Stoppt den Überwachungsstaat" hatten schon im September 2007 mehrere hundert Ärzte in Berlin gegen die elektronische Gesundheitskarte demonstriert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »