Ärzte Zeitung, 16.05.2008

Ärzte protestieren mit Unterschriften gegen eGK

BERLIN (dpa/ava). Die Ärzteorganisation IPPNW und die Bürgerrechtsorganisation Komitee für Grundrechte und Demokratie haben am Freitag im Bundesministerium für Gesundheit Listen mit 8500 Unterschriften übergeben. Die Unterzeichner protestieren gegen die elektronische Gesundheitskarte (eGK).

Die Einführung der Chipkarte verletze das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung der Patienten, so die Gegner der eGK. Sie warnten davor, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis durch den Aufbau einer zentralen Gesundheitstelematik-Infrastruktur beschädigt werde.

Allmählich werde eine Überwachung der Behandlungsmethoden der Ärzte und der Lebensführung der Patienten möglich: Gesetze, die im Einführungsstadium noch Freiwilligkeit garantieren, seien veränderbar, sobald neue Überwachungsbedürfnisse geweckt seien. Die Bundesärztekammer sieht den Datenschutz hingegen wegen der geplanten Verschlüsselungstechniken nicht gefährdet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gluten kann auch Reizdarm verursachen

Wenn Reizdarmpatienten, die nicht an Zöliakie leiden, über glutenabhängige Beschwerden klagen, kann das ein Noceboeffekt sein. Es kann sich aber um etwas anderes handeln. mehr »

Entlassmanagement krankt an schlechter Kommunikation

Kaum in Umlauf, gerät der Medikationsplan in die Kritik. Ärzte fordern, Webfehler im System zu beheben. mehr »

So hoch ist der Diabetiker-Anteil in den 16 Bundesländern

In Deutschland leben mehr Menschen mit Diabetes als bisher geschätzt: Inzwischen leidet rund jeder zehnte GKV-versicherte Bundesbürger an Diabetes. mehr »