Ärzte Zeitung online, 01.04.2009

Test für Gesundheitskarte läuft nur langsam an

DÜSSELDORF (dpa). Die Einführung der Infrastruktur für die neue elektronische Gesundheitskarte läuft bei den Ärzten im Schneckentempo an. Seit Mitte Februar hätten im bundesweiten Pilotbezirk, dem Rheinland, nur 130 von 15 000 Arztpraxen ein Kartenlesegerät gekauft, sagte der Fachmann für Informationstechnologie bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Gilbert Mohr, am Mittwoch in Düsseldorf.

Zuletzt waren aus der Ärzteschaft immer mehr Bedenken laut geworden, vor allem wegen einer späteren Online-Anbindung in den Praxen durch die Karte. Zu Wochenbeginn hatte nach der Ärztekammer auch die KV Nordrhein Mediziner aufgefordert, derzeit keine Kartenlesegeräte anzuschaffen. Mohr vermutete, dass sich im Bezirk Nordrhein die geplante flächendeckende Ausstattung um bis zu vier Monate verschiebe. Laut Plan sollten Arztpraxen und Krankenhäuser dort eigentlich bis Ende Juli mit Lesegeräten versorgt sein.

Die bundesweite Einführung gilt als eines der größten IT-Projekte weltweit. Sobald Praxen mit der erforderlichen Technik ausgestattet sind, kann die Ausgabe elektronischer Gesundheitskarten durch die Krankenkassen an die Versicherten beginnen.

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