Ärzte Zeitung online, 03.11.2009

Für Nordrheins KV-Chef Hansen ist Verzicht auf E-Card nicht vorstellbar

DÜSSELDORF (dpa). Leonhard Hansen, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), kann sich einen Verzicht auf die elektronische Gesundheitskarte nicht vorstellen.

"Das wäre für alle Akteure eine derartige Katastrophe, dass das Vertrauen in die Politik ein weiteres Mal massiv erschüttert würde", sagte er am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf. Die Krankenkassen und die KVNo fordern von der schwarz-gelben Bundesregierung rasch Klarheit über die Zukunft der E-Card. "So lange nicht Klarheit herrscht, schicken wir die Karte nicht raus", sagte Wilfried Jacobs, Vorstandschef der AOK Rheinland/Hamburg.

Im Testbezirk Nordrhein wollte die AOK ursprünglich in der kommenden Woche mit der Auslieferung der neuen Karte an die rund 2,6 Millionen Versicherten beginnen. Die größte Kasse der Region hatte die Aktion aber gestoppt, nachdem im Koalitionsvertrag von Union und FDP eine "Bestandsaufnahme" zu dem milliardenschweren IT-Großprojekt vereinbart worden war (wir berichteten). Auch bei der Techniker Krankenkasse, die bereits einige tausend Karten in ihrem Testbezirk Essen verschickt hat, herrscht Unsicherheit.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »