Ärzte Zeitung, 13.06.2014

Online-Rollout E-Card

gematik sieht keinen Mangel an Teilnehmern

Bei der Auswahl der Teilnehmer für die Tests des Online-Rollouts der elektronischen Gesundheitskarte läuft alles weitgehend nach Plan. Darauf verweist die gematik.

MÜNCHEN. An der Erprobung der Telematikinfrastruktur und der elektronischen Gesundheitskarte in den beiden Testregionen Nordwest und Südost, zu der auch Bayern gehört, werden jeweils 375 Ärzte, 125 Zahnärzte, vier Krankenhäuser, ein Universitätsklinikum sowie alle gesetzlichen Krankenkassen teilnehmen.

Insofern könne keine Rede davon sein, dass die Zahl von 495 Erst-Interessenten in Bayern sehr gering sei, so eine Sprecherin der gematik, der Betriebsgesellschaft für die Telematikinfrastruktur, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Die stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Ilka Enger, hatte, wie berichtet, bei der Vertreterversammlung von einer geringen Beteiligung berichtet und die Vermutung geäußert, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden könne.

Eine Million Kontakte im Monat

In der Testregion Südost mit Bayern und Sachsen beabsichtige T-Systems, für die Erprobung bestimmte Praxisverwaltungs- und Krankenhausinformationssysteme zu verwenden. Deshalb komme nicht jede Einrichtung für die Erprobung infrage, erläuterte die gematik-Sprecherin.

T-Systems sei in der Testregion auch für die Entwicklung von Komponenten zuständig, die den sicheren Zugang zur Telematikinfrastruktur möglich machen.

Die Auswahl der Praxen und Krankenhäuser erfolge im Benehmen mit den jeweils zuständigen Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen und Landeskrankenhausgesellschaften. Dieses Verfahren laufe derzeit. Die Organisationen der Selbstverwaltung sind allerdings nicht verpflichtet, an der Suche nach geeigneten Praxen und Kliniken aktiv mitzuwirken.

An der Erprobung sollen nach Angaben der gematik täglich etwa 50 Patienten pro Praxis oder Klinik teilnehmen. Bei 20 Arbeitstagen wären das 1000 Patienten im Monat und bei 1000 "Erprobungsteilnehmern" in den beiden Testregionen dann eine Million Patientenkontakte im Monat.

Angesichts einer Laufzeit von sechs Monaten sei es erforderlich, dass alle gesetzlich Versicherten in Deutschland bereits im Vorfeld der Erprobung informiert werden, teilte die gematik mit. (sto)

Informationen zur Testregion in Bayern: www.baymatik.de/testregion

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »