Ärzte Zeitung, 14.01.2010

Telemedizin zum Anfassen auf der CeBIT

Wie funktioniert eigentlich Telemedizin? Welche Vorteile haben Ärzte, die damit arbeiten? Wie profitieren Patienten? Alles das wird während der CeBIT Anfang März auf der Sonderschau FutureCare den Besuchern in einem detailgetreuen Modell gezeigt.

Von Thomas Jungblut

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Von der Prävention bis zum Notfall: Bei der FutureCare 2009 konnten Besucher während der CeBIT erstmals Szenarien der Telemedizin anschauen. © dpa

Zu den Highlights für Ärzte und Gesundheitspersonal gehört in diesem Jahr auf der CeBIT 2010 wieder die Sonderschau FutureCare innerhalb der TeleHealth, die zeitgleich (vom 2. bis zum 6. März) in Halle 9 stattfindet. Hier wird anhand verschiedener realer Anwendungen gezeigt, wie sich Ärzte und weitere beteiligte Berufsgruppen in der Zukunft durch vernetztes Arbeiten noch mehr um den Patienten kümmern können.

Die Vernetzung unterschiedlicher medizinischer Bereiche (hier: Prävention, Untersuchung, Diagnose, Röntgenaufnahmen, Therapie, Nachsorge etc.) verlangt eine reibungslose Weitergabe von unstrukturierten Informationen und Daten und ist heute in der Medizin von entscheidender Bedeutung.

Telemedizin-Ideen auch für die Praxis

Das lässt sich leicht behaupten. Um diese graue Theorie zu veranschaulichen, zeigt die FutureCare in diesem Jahr wieder mehrere Anwendungen, sozusagen zum Anfassen, wie die optimale Vernetzung und Kommunikation in einem modern ausgestatteten Gesundheitsbetrieb aussehen können. Dazu haben verschiedene Unternehmen gemeinsam mit Ärzten, Verbänden und dem ADAC mehrere Szenarien aufgebaut. Diese können von den Besuchern der FutureCare beobachtet, begutachtet und analysiert werden. Vielleicht findet der eine oder andere Mediziner Ideen und Ansätze für seine Praxis.

Sowohl Mitglieder von betroffenen Berufsgruppen (Ärzte, Pflegepersonal, Verwaltung, etc.) als auch medizinisch interessierte Fachbesucher sind eingeladen, sich den Einsatz der Technik am konkreten Objekt in verschiedenen Rundgängen auf der "FutureCare" anzusehen:

  • Ein Szenario demonstriert die telemedizin-gestützte Primärprävention eines gesundheitsbewussten Menschen.
  • Ein zweiter Rundgang zeigt die Tertiärprävention am Beispiel eines COPD-Patienten. Durch die telemedizinische Betreuung kann er gleichermaßen zu Hause und in der Praxis unterstützt werden.
  • In einem dritten Rundgang wird die integrierte Versorgung in der Klinik gezeigt: von der Aufnahme bis zur Speicherung der Daten in der Fallakte.
  • Rundgang Vier zeigt die Nutzung von elektronischen Notfalldaten in einem akuten Notfall.
  • Ein weiterer Rundgang demonstriert Ambient Assisted Living - wie Telematik und Informationstechnik zu Hause die Pflege erleichtern.

In allen Rundgängen wird gezeigt, wie Daten über den gegenwärtigen gesundheitlichen Zustand des betreffenden Menschen Auskunft geben und wie diese Daten für weitere Entscheidungen für eine optimale gesundheitliche Versorgung rechtzeitig zur Verfügung stehen. Anhand einer gut nachvollziehbaren und zugleich medizinisch relevanten Geschichte wird der Einsatz der Techniken wie die elektronische Gesundheitskarte, das E-Rezept, der Notfalldatensatz oder die elektronische Gesundheitsakte verständlich und zugleich fachlich versiert demonstriert.

Beteiligt sind Unternehmen und auch der ADAC

Ein Besuch der FutureCare lohnt sich in jedem Fall, denn beim Rundgang erlebt man, wie Medizin und Technik optimal zusammen agieren, um den Menschen dabei zu helfen, gesund zu werden, zu bleiben oder sein Leiden zu lindern.

Durch die thematische Integration von FutureCare 2010 in das Vortragsprogramm der TeleHealth werden verstärkt Kostenträger ebenso wie die in der Gesundheitswirtschaft vertretenen Verbände und Vereinigungen mit dem Gesundheitsparcours angesprochen. FutureCare 2010 wird durch die Mithilfe vieler Partner aus Medizin und Informationstechnik realisiert (unter anderem durch Abbott, ADAC, Atos Origin, Concat, Dell, ICW, Intel, Intersystems, Kontron, Lauer-Fischer, Panasonic, Rowa, Vitaphone, Vita-x und T-Systems).

Kostenlose E-Tickets für Leser der "Ärzte Zeitung"

Für die CeBIT (2. bis 6. März 2010 in Hannover) steht der "Ärzte Zeitung" als Medienpartner der begleitenden Messe TeleHealth ein Kontingent kostenloser E-Tickets zur Verfügung, die Haus- und Fachärzte, aber auch Kliniker und andere Heilberufler in Anspruch nehmen können. Die Karten berechtigen zum einmaligen Besuch von CeBIT und TeleHealth.

Die Tickets sind registrierungspflichtig. Ein Link auf www.aerztezeitung.de im Kasten "TeleHealth / CeBIT 2010" in der Navigationsspalte rechts führt zur Registrierung. Nach Registrierung wird das Ticket an die angegebene E-Mail-Adresse versandt. Der Ausdruck genügt für den Eintritt.

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