Ärzte Zeitung online, 03.02.2010

Telemedizin für COPD und Diabetes werden mit Millionen gefördert

WÜRZBURG (mn). Fördergelder von sechs Millionen sollen in die Fernbetreuung von Patienten mit chronischen Atemwegskrankheiten und Diabetes fließen. Zwei bayerische Forschungsverbünde aus Universität und Industrie werden dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Spitzenprojekt "Medical Valley Metropolregion Nürnberg" gefördert.

Das Ziel der Verbünde ist, das Patienten mit chronischen Krankheiten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, und dabei mit moderner Technik von zentralen medizinischen Einrichtungen ärztlich optimal betreut werden.

Erreicht werden soll dies mit der Telematik (Telekommunikation, Automatisierung und Informatik). Telekommunikationsverbindungen vernetzten dabei Patienten, Ärzte und Pflegepersonal miteinander. So sollen rechtzeitig Veränderungen des Gesundheitszustandes erkannt und darauf reagiert werden. Diese Methode soll die Gesundheitsversorgung verbessern und gleichzeitig Kosten reduzieren.

Das Zentrum für Telematik in Gerbrunn koordiniert zusammen mit Industriepartnern die Projekte "Fernbetreuung bei COPD und Heimbetreuung" und "Unterstützung der Autonomie von Dialysepatienten durch Telematikmethoden". In beiden Projekten ist die Uni Würzburg mit dem Lehrstuhl für Informatik dabei. Außerdem sind unter anderem im Projekt zu den Atembeschwerden die Missionsärztliche Klinik Würzburg und das Unternehmen Heimbeatmungsservice Brambring Jaschke aus Bad Kissingen verteten. In dem Projekt zur Dialyse sind Fresenius Medical Care und die Nephrologie-Abteilungen der Uni Würzburg und Erlangen Partner.

Der Spitzencluster "Medical Valley der Metropolregion Nürnberg" ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und regionalen Akteuren. Es steht unter der Leitung der Siemens AG.

Insgesamt fördert das Ministerium fünf solcher Exzellenzcluster mit insgesamt 200 Millionen Euro.

Der Cluster "Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg"
Der Spitzencluster-Wettbewerb

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Trommeln für die Vorsorge

Heute startet der Darmkrebsmonat März. Die Botschaft ist eindeutig: Rechtzeitige Vorsorge hilft! Auch in der Praxis hat das Auswirkungen. mehr »

Schwarze Liste der gefährlichsten Bakterien

Gegen welche resistenten Bakterien müssen weltweit am dringlichsten neue Antibiotika entwickelt werden? 70 Experten aus der ganzen Welt haben hierzu Stellung genommen. Das Ergebnis hat die WHO jetzt als Liste publiziert. mehr »

Die zwei Gesichter eines B-Vitamins

Fördern Folat und Folsäure das Darmkrebs-Wachstum oder schützen sie davor? Antworten auf diese Fragen fallen komplex aus. mehr »