Ärzte Zeitung online, 11.02.2010

AOK-Patienten mit Herzschwäche werden weiter telemedizinisch betreut

HEIDELBERG (eb). AOK-Patienten, die an einer fortgeschrittenen Herzschwäche leiden, können auch 2010 zu Hause mit Hilfe der Telemedizin betreut werden. Das Telemedizin-Projekt "HeiTel" der AOK Baden-Württemberg und der Uni Heidelberg wurde um ein weiteres Jahr verlängert.

AOK-Patienten mit Herzschwäche werden weiter telemedizinisch betreut

Die AOK zieht eine positive Bilanz des telemedizinischen Projekts und hat es verlängert. © Yanik Chauvin / fotolia.com

Seit dem Start von HeiTel (Telemedizinische Betreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz) im August 2006 konnten mehr als 200 Patienten mittels Datenübertragung medizinisch überwacht und therapiert werden. Dazu werden deren Vitalparameter wie Gewicht, Blutdruck und Puls sowie ein 12-Kanal-EKG regelmäßig per Telefonübertragung an einen Arzt übermittelt, der bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes sofort Hilfsmaßnahmen einleiten kann. Bei dem HeiTel-Projekt wird jeder Patient für mindestens sechs Monate telemedizinisch überwacht.

Aufgrund der bislang vorliegenden positiven Daten der wissenschaftlichen Begleitstudie wurde das Projekt nun erneut bis Ende 2010 verlängert. Einen entsprechenden Vertrag hat die AOK unterzeichnet. Ursprünglich sollte das Projekt am 31. Dezember 2009 enden.

Die Erfahrungen zeigen, dass telemedizinisch betreute herzkranke Patienten weniger häufig ins Krankenhaus müssen, sich sicherer fühlen und zuverlässiger ihre Medikamente einnehmen, so Dr. Christopher Herrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Weitere Informationen zum HeiTel-Projekt am Universitätsklinikum Heidelberg

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