Ärzte Zeitung, 26.05.2017

Videokonferenz

"Einführung ist sehr deutsch organisiert"

Auch bei den Krankenkassen gibt es Stimmen, die sich bei der Einführung der Videokonferenz ein mutigeres Vorgehen gewünscht hätten.

FREIBURG. In der Online-Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten steckt viel Potenzial, aber bis zum Beispiel die Videokonferenz breit eingesetzt wird, wird es noch etwas dauern. Eher verhalten schätzt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, die nahe Zukunft der Videokonsultation von Ärzten durch Patienten ein.

Die Einführung der Videokonferenz in die Regelversorgung sei "sehr deutsch organisiert", kommentierte Vogt vor Kurzem spitz: Ärzte müssten viele technische Voraussetzungen erfüllen, und die Honorierung? "Nun ja", so Vogt beim E-Health-Forum in Freiburg – 200 Euro im Quartal, um die Technik einzukaufen, 9,20 Euro je Konsultation, wenn überhaupt: "Ich hätte mir eine mutigere Einführung gewünscht", so Vogt.

Generell wachse die Bereitschaft der Patienten für eine Online-Kommunikation, das habe der Trendmonitor der TK deutlich gezeigt. Die Online-Rezeptausstellung sei dabei für die Online-Konsultation noch mehr gefragt als zum Beispiel das Op-Nachgespräch, berichtete Vogt. Aber auch hier hätten bereits 30 Prozent der Online-Nutzer angegeben, dass sie sich das vorstellen könnten. Die Erfahrungen der TK in Videokonferenz-Projekten mit dem Anbieter "Patientus" mit HNO-Ärzten und Dermatologen seien prinzipiell gut gewesen. Allerdings habe es nur eine geringe Inanspruchnahme gegeben. Vogt: "Von sich aus haben die Ärzte nur selten auf die Möglichkeit hingewiesen." (ger)

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