Ärzte Zeitung, 26.05.2008

Zweifel an Neutralität von Ratingagenturen

NEW YORK (dpa). Nach der möglichen drastischen Fehlbewertung von Wertpapieren durch die Ratingagentur Moody's wächst der Druck auf die in der Kreditkrise ohnehin stark kritisierte Branche.

Ratingagenturen sollen nach einem Bericht des "Wall Street Journal" auf den Wunsch von Auftraggebern hin ihre Experten in einigen Fällen ausgetauscht haben. Kritiker hatten immer wieder Zweifel an der von den Agenturen behaupteten Unabhängigkeit geäußert. Vertreter von Moody's bestätigten nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung, dass Analysten auf Wunsch von Banken und anderen Kunden ausgewechselt worden seien. Auch die Ratingagentur Standard & Poor's habe solche "sporadischen Fälle" eingeräumt.

Finanzhäuser bezahlen die Agenturen für die Bewertung (Rating) etwa von Wertpapieren wie zum Beispiel Anleihen. Die Noten sollen Anlegern eine Orientierung über Qualität und Risiko der Investments geben. Die Ratingagenturen hatten allerdings auch hochriskanten Papieren Bestnoten gegeben, die in der Kreditkrise fast ihren kompletten Wert verloren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »