Ärzte Zeitung, 09.09.2008

Elterngeld für 752 000 Mütter und Väter

Daten des Statistischen Bundesamts / In Bayern meist als Einkommensersatz

WIESBADEN (eb). Das Elterngeld wird gut angenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben bundesweit zwischen Januar 2007 und Juni 2008 rund 752 000 Mütter und Väter für ihr 2007 geborenes Kind Elterngeld erhalten.

Nach Angaben des Bundesamts bezogen von 399 000 Müttern und Vätern (53 Prozent) das Elterngeld als Einkommensersatz, 353 000 oder 47 Prozent auf Basis des Mindestbetrags.

Einkommensersatz erhalten Eltern, die vor der Geburt des Kindes berufstätig waren. Für den Einkommensersatz werden auch Leistungen berücksichtigt, die bei Reduzierung des Einkommens zum Beispiel durch Teilzeitarbeit oder als Geringverdienstzuschlag gezahlt werden. Liegt der Elterngeldanspruch unter 300 Euro, wird er auf den Mindestbetrag aufgestockt.

Der Mindestbetrag wird in der Regel an Mütter und Väter gezahlt, die vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig waren. Dies traf auf 93 Prozent der Empfänger zu, die das Geld auf Basis des Mindestbetrags erhielten. Die übrigen sieben Prozent waren vor der Geburt erwerbstätig; bei ihnen wurde das Elterngeld auf den Mindestbetrag aufgestockt.

In Bayern (60 Prozent), Brandenburg und Sachsen (je 59 Prozent) war der Anteil der Väter und Mütter, die Elterngeld auf Basis des Einkommensersatzes bezogen, am größten, in Bremen (42 Prozent), Nordrhein-Westfalen (48 Prozent) und Niedersachsen (49 Prozent) am niedrigsten.

In Bremen (58 Prozent), Nordrhein-Westfalen (52 Prozent), Niedersachsen (51 Prozent) erhielt dementsprechend mehr als jeder Zweite Elterngeld auf Basis des Mindestbetrags. In Bayern (40 Prozent) sowie Brandenburg und Sachsen (41 Prozent) war dieser Anteil am niedrigsten.

Im August hatte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gemeldet, dass bereits 100 000 Männer das Elterngeld in Anspruch genommen haben.

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