Ärzte Zeitung, 08.09.2008

Energiekosten reißen große Löcher in private Haushaltskassen

Verbraucherzentrale stellt Rechnung auf

NEU-ISENBURG (reh). Für dieselbe Energiemenge zahlt ein Vier-Personen-Haushalt heute rund 75 Prozent mehr als noch vor acht Jahren.

Wie hoch ist die finanzielle Belastung durch die steigenden Energiepreise tatsächlich? Diese Frage hat sich der Verbraucherzentrale Bundesverband gestellt und die Kosten in Euro und Cent für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt errechnet. Das Ergebnis: 14 000 gefahrene Kilometer (1120 verbrauchte Liter Superbenzin) kosteten im Jahr 2000 noch 1140 Euro.

Im Juni 2008 (bei einem Preis von 1,524 Euro pro Liter) waren es 1707 Euro. Tankte der Musterhaushalt vor acht Jahren 2400 Liter Heizöl, bezahlte er dafür 980 Euro, im Juni 2008 waren es für dieselbe Menge 2177 Euro. Aber auch die Stromkosten sind für den Haushalt im Vergleich zu 2000 gestiegen, um fast 45 Prozent. Denn bei einem Verbrauch von im Schnitt 4000 Kilowattstunden hätte der Haushalt zum Preis vom Juni 2008 mit Kosten in Höhe von 864 Euro rechnen müssen. In 2000 kosteten die 4000 Kilowattstunden gerade einmal 596,8 Euro.

Nimmt man diese drei Beispiele, so beträgt die Mehrbelastung im Vergleich zum Jahr 2000 2031,20 Euro. Denn vor acht Jahren lag die Gesamtbelastung noch bei 2716,80 Euro pro Jahr. Im Juni 2008 waren es 4748 Euro, also 74,8 Prozent mehr.

Viel erschreckender ist jedoch die Entwicklung der vergangenen anderthalb Jahre: Allein im Vergleich zu 2007 sind die Gesamtenergiekosten des Beispielhaushaltes nämlich um 1030 Euro gestiegen.

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Finanzen/Steuern (10401)

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