Ärzte Zeitung online, 12.11.2008

Gericht bestätigt Steueranklage gegen Ex-Postchef Zumwinkel

BOCHUM (dpa). Das Landgericht Bochum hat die Steueranklage in sechs Fällen gegen Ex-Postchef Klaus Zumwinkel am Mittwoch bestätigt.

Zumwinkel war von der Staatsanwaltschaft am Freitag wegen Steuerhinterziehung in den Jahren 2001 bis 2006 angeklagt worden. Der Steuerschaden soll rund 1,18 Millionen Euro betragen, wie das Gericht bisherige Informationen bestätigte. Über eine Eröffnung des Hauptverfahrens will das Gericht im Dezember entscheiden. Der Prozess könnte Anfang 2009 beginnen.

Zumwinkel soll laut Anklage 1986 in Liechtenstein eine Stiftung zu eigenen Gunsten gegründet haben. Die Verwaltung wurde durch die Liechtensteiner Bank LGT übernommen. Das Stiftungsvermögen soll Ende 2006 über 11,8 Millionen Euro betragen haben. Aus diesem Vermögen habe er in den Jahren 2001 bis 2006 Einkünfte aus Kapitalvermögen zwischen 346 173 und 472 710 Euro pro Jahr erzielt und nicht versteuert. Er soll 1,12 Millionen Euro Einkommensteuer und 61 000 Euro Solidaritätszuschlag hinterzogen haben. Wegen Verjährungsfristen wurden frühere Fälle nicht berücksichtigt.

Zumwinkel und Hunderte anderer Bundesbürger waren über gestohlene Bankdaten aus Liechtenstein ins Visier der Ermittler geraten. Mitte Februar wurde Zumwinkels Haus in Köln durchsucht. Wenige Tage später trat der 64-Jährige als Postchef zurück.

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Finanzen/Steuern (10155)

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