Ärzte Zeitung, 10.02.2009

Finanzkrise dämpft Vertrauen in die Altersvorsorge

BERLIN (ava). Durch die weltweite Finanzkrise schwindet das Vertrauen der Bürger in die gesetzliche und private Altersvorsorge. Fast die Hälfte der Befragten gaben in einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) an, dass sie sich seit der Krise mehr Sorgen um ihre gesetzliche Rente machten.

Jeder Vierte bangt der Studie zufolge um seine private Altersvorsorge, zwölf Prozent haben Angst um ihre betrieblichen Rentenansprüche. Neben dem schon seit längerem geschwächten Vertrauen in die gesetzliche Rente hat jetzt nach Ansicht des Studienleiters Dr. Karsten Schulte auch die private Vorsorge - wenn auch auf deutlich höherem Niveau - einen erheblichen Dämpfer erhalten. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der über 1000 Befragten geht nach Angaben des Instituts zudem davon aus, dass sie ihren Lebensstandard im Alter senken werden müssen. Jeder Dritte rechnet sogar damit, sich "deutlich einschränken" zu müssen. In der aktuellen Befragung gehen nur noch 23 Prozent davon aus, dass sie ihren Lebensstandard halten werden können.

Zu beobachten ist eine wachsende Bereitschaft zu Vorsorge-Aktivitäten. 22 Prozent der Befragten (gegenüber 18 Prozent im Januar 2006) wollen deshalb im nächsten Jahr etwas für ihre Altersvorsorge tun. Nur noch 36 Prozent glauben, ausreichend vorgesorgt zu haben.

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Finanzen/Steuern (10248)

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