Ärzte Zeitung online, 10.02.2009

Dramatisches Jahr für Fondsbranche - Anleger ziehen Milliarden ab

FRANKFURT AM MAIN (dpa/eb). Die Finanzmarktkrise hat der Fondsbranche in Deutschland 2008 das Geschäft verhagelt. Anleger zogen Milliarden etwa aus Aktien- und Rentenfonds ab, wie der Branchenverband BVI am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

"Bei Publikumsfonds haben wir das schlechteste Jahr der Investmentgeschichte in Deutschland gesehen", bilanzierte der Präsident des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI), Wolfgang Mansfeld. Netto flossen aus Investmentfonds 7,9 Milliarden Euro ab - nachdem im Vorjahr netto 59,0 Milliarden Euro neue Mittel eingeworben worden waren.

Während die Kapitalanlagegesellschaften bei Spezialfonds neue Mittel im Umfang von 19,9 Milliarden Euro einsammeln konnten, zogen Anleger allein aus Publikumsfonds im vergangenen Jahr netto 27,8 Milliarden Euro ab - vor allem im Oktober, nachdem sich die Krise infolge der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers nochmals zugespitzt hatte. Insgesamt verwaltete die Branche Ende des vergangenen Jahres ein Vermögen von 1,5 Billionen Euro - etwa 200 Milliarden weniger als ein Jahr zuvor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »