Ärzte Zeitung, 03.04.2009

Kommentar

Kompetenz als Krisenschutzschild

Von Matthias Wallenfels

Noch wird dem Gesundheitswesen in der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise eine gewisse Standfestigkeit attestiert - zumindest im Vergleich zur Automobilindustrie. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass auch Menschen in Deutschland die Ausgaben für ihre Gesundheit reduzieren, wenn es im Portemonnaie klemmt. Das könnten Praxen dann in Form einer sinkenden Nachfrage nach IGeL und weiteren Leistungen des Zweiten Gesundheitsmarkts zu spüren bekommen.

Eine intakte, auf Vertrauen und medizinischer Kompetenz fußende Arzt-Patienten-Bindung übersteht aber auch Krisenzeiten wie die gegenwärtige. Wenn Patienten ihren Arzt als kompetenten und ehrlichen Ansprechpartner schätzen, der die Beratung nach ihren medizinischen Bedürfnissen und nicht nach seinen materiellen Aussichten ausrichtet, dürften diese der Praxis treu bleiben und auch weiterhin - sinnvolle - IGeL in Anspruch nehmen. Ein Mittel, die Kompetenz der Praxis in den Köpfen der Patienten zu verankern, sind gut organisierte und medizinisch fundierte Patienten-Events wie Infoveranstaltungen oder Seminare.

Lesen Sie dazu auch:
Service für Patienten stärkt den Ruf der Praxis

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »