Ärzte Zeitung online, 24.04.2009

Deutsche Ärzte in der Schweiz müssen Steuern nachzahlen

BERN (dpa). Neue Variante im Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland: In der Schweiz praktizierende deutsche Ärzte erhalten in letzter Zeit vom deutschen Fiskus Steuernachforderungen. Damit sieht die Schweiz das geltende Doppelbesteuerungsabkommen verletzt. Das bestätigte ein Sprecher der Schweizer Steuerverwaltung am Freitag und reagierte damit auf Schweizer Medienberichte.

Deutsche Ärzte in der Schweiz, deren Zahl nach unterschiedlichen Berichten wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten auf etwa 2500 geschätzt wird, mussten immer schon in ihrer Heimat und in der Schweiz Steuern abliefern. Aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens sollten sie jedoch in Deutschland weniger bezahlen, als dies nun der Fall sei, sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur SDA. Aus diesen Gründen wird nach Ansicht der Schweiz das Doppelbesteuerungsabkommen verletzt.

Nun sucht die Schweiz Gespräche mit Deutschland. Beide Länder liegen nach umstrittenen Äußerungen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), das Schweizer Bankensystem verleite Deutsche zur Steuerhinterziehung, seit Wochen im Streit.

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