Ärzte Zeitung online, 08.05.2009

Pfahls droht Pfändung der Altersversorgung

MÜNCHEN (dpa). Dem wegen Steuerhinterziehung verurteilten Ex-Staatssekretär Holger Pfahls droht die Pfändung der Altersversorgung. Das bayerische Landesamt für Finanzen will damit bei Pfahls nachträglich Steuern für eine Millionen-Provision des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber kassieren.

Das Münchner Verwaltungsgericht werde an diesem Montag über die Klage des Freistaats verhandeln, sagte eine Sprecherin des Gerichts am Freitag.

Nach einem Bericht der Münchner Zeitung "tz" (Freitagsausgabe) geht es um 170 000 Euro, die Pfahls in der Rechtsanwalts- und Steuerberater-Versorgung ansparte. Der frühere CSU-Politiker und Rüstungs-Staatssekretär war eine Schlüsselfigur in der Korruptionsaffäre um den Verkauf von Fuchs-Panzern an Saudi-Arabien. Pfahls gestand im Prozess vor dem Augsburger Landgericht, in den 1990er Jahren rund 3,8 Millionen Mark (1,9 Millionen Euro) Provision vom Waffenhändler Schreiber erhalten zu haben.

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