Ärzte Zeitung, 03.06.2009

Anleger von Dubai-Fonds müssen sich in Geduld üben

Initiator ACI kann die vereinbarten Zahlungen wegen der Finanzkrise nicht leisten / Bank muss sich refinanzieren

GÜTERSLOH(hai). Anleger von vier geschlossenen Dubai-Immobilienfonds des Gütersloher Initiators Alternative Capital Invest (ACI) bekommen vorerst keine Ausschüttungen. Sie müssen damit auf über 54 Millionen Euro verzichten.

Zwar sei der Verkauf der Immobilien aus den Fonds II bis V vertraglich vereinbart. Die Bank könne dem Erwerber jedoch vorerst den zugesagten Kredit nicht auszahlen, da sie sich wegen der Finanzkrise "zunächst selbst refinanzieren muss", sagt ACI-Geschäftsführer Uwe Lohmann.

Nach Berechnungen von Feri EuroRating ist ACI mit einer Investitionssumme von insgesamt 474,5 Millionen Euro der größte Anbieter von Dubai-Fonds in Deutschland. Unter den Anteilseignern sind auch zahlreiche Ärzte.

Das Scheichtum am Persischen Golf versucht seit der Jahrtausendwende, sich in ein Tourismus- und Handelszentrum zu wandeln, um für die Zeit nach dem Versiegen der Ölquellen gerüstet zu sein.

Investoren hatten seit 2002 für Milliardenbeträge Hotel- und Bürokomplexe aus dem Wüstenboden gestampft. Mit der Finanzkrise platzte die Spekulationsblase. Seither wird Dubai mit Milliardenbeträgen vom Nachbaremirat Abu Dhabi gestützt. Verbraucherschützer hatten schon vor vier Jahren vor Engagements in dem Scheichtum gewarnt.

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