Ärzte Zeitung, 01.07.2009

Mehr Versicherte beschweren sich

BERLIN (akr). Die Zahl der Beschwerden an den Versicherungsombudsmann ist 2008 um 7,1 Prozent auf 18 840 gestiegen. "Die Eingänge haben ein Allzeithoch erreicht", sagte der Versicherungsombudsmann und frühere BGH-Richter Professor Günter Hirsch.

Er führt das auf neue Zuständigkeiten, etwa für Versicherungsvermittler, und auf eine größere Bekanntheit der Einrichtung zurück. Kunden können sich bei ihm kostenlos über Lebens- oder Sachversicherer beschweren. Bei einem Streitwert bis 5000 Euro ist seine Entscheidung für den Anbieter bindend, bis 80 000 Euro gibt er eine Empfehlung ab. Für die private Krankenversicherung gibt es einen eigenen Ombudsmann.

Von den Beschwerden bezogen sich fast 40 Prozent auf Lebens- und Rentenversicherungen, aber nur 16,4 Prozent der Eingaben waren erfolgreich. "Bei Lebens- und Rentenversicherungen geht es oft darum, aufzuklären und zu informieren", erklärte Hirsch die geringe Erfolgsquote. In den anderen Sparten liegt die Erfolgsquote bei 36,9 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »