Ärzte Zeitung, 08.07.2009

Kosten für Ukrain nicht von der Steuer absetzbar

HANNOVER (eb). Eine alternative Krebstherapie mit dem Präparat Ukrain kann nicht ohne weiteres von der Steuer abgesetzt werden. Das hat das Niedersächsische Finanzgericht entschieden.

In dem konkreten Fall hatte sich eine Frau anstelle der von der Krankenkasse angebotenen Chemotherapie einer immunbiologischen Krebsabwehrtherapie mit dem in Deutschland nicht zugelassenen Präparat Ukrain - einem halbsynthetischen Wirkstoff aus Alkaloiden des Schöllkrauts und Thiotepa - unterzogen. Der Ehemann versuchte, die Kosten dafür in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen geltend zu machen - allerdings vergeblich.

Das Finanzgericht begründete sein ablehnendes Urteil damit, dass Kosten für alternative Behandlungsmethoden nur dann absetzbar seien, wenn sie objektiv zur Heilung oder Linderung einer Krankheit geeignet seien und nach den Erfahrungen eines Arztes auch dafür nötig seien. Die medizinische Notwendigkeit von Ukrain habe jedoch nicht nachgewiesen werden können.

Az.: 11 K 490/07; die Revision beim Bundesfinanzhof wurde zugelassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »