Ärzte Zeitung online, 13.07.2009

Einbruch bei Unternehmenssteuern

BERLIN (dpa). Der Einbruch bei den Steuereinnahmen in Folge der Wirtschaftskrise verschärft sich. Im Juni verbuchten Bund und Länder ein Minus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat - das ist ein stärkerer Rückgang als noch im Mai. Hauptgrund sei ein drastischer Einbruch bei den Unternehmenssteuern, wie das Finanzministerium am Montag in Berlin weiter mitteilte.

Das Körperschaftsteuer-Aufkommen sank um mehr als die Hälfte. In den ersten sechs Monaten des Jahres gingen die Steuereinnahmen um insgesamt 5,0 Prozent zurück. Das ist etwas weniger stark, als in der Mai-Steuerschätzung für das Gesamtjahr zuletzt vorausgesagt wurde (minus 5,8 Prozent).

Der Rückgang bei der Körperschaftsteuer sei vor allem durch ein starkes Minus bei den Vorauszahlungen für das laufende Jahr und einen deutlichen Anstieg bei Erstattungen verursacht worden.

Auch bei den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag lagen die Einnahmen trotz des höheren Steuersatzes (von 20 auf 25 Prozent) um gut 50 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Ausschüttungen von Dividenden haben das Vorjahresvolumen also bei weitem nicht erreicht.

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