Ärzte Zeitung, 06.08.2009

Dümpelnde Schiffsfonds kosten Anleger viel Geld

Die Branche der Schiffsbeteiligungen steuert in Deutschland derzeit auf eine schwere Krise zu. Anleger müssen Verluste fürchten.

NEU-ISENBURG (ava). Immer mehr geschlossene Fonds, mit denen sich Anleger an einem Containerschiff beteiligen konnten, sind von der Pleite bedroht. Das geht aus einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hervor. Anlegern drohe nicht nur der Ausfall der in Aussicht gestellten Renditen. In manchen Fällen, so der Zeitungsbericht, müssen sie damit rechnen, dass sie weiteres Geld in die maroden Beteiligungen einschießen müssen, um beschäftigungslose Frachter zu retten.

In den wesentlichen Schifffahrtsmärkten (Containerschifffahrt, Massengutfrachter und Tanker) hat sich die Marktlage im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise stark eingetrübt. Teile der weltweiten Flotte sind nicht ausgelastet und liegen ohne Beschäftigung in den Häfen. Schätzungen sprechen von zehn Prozent der Containerflotte, die derzeit vor Anker liegen. Aufliegende Schiffe verursachen aber weitere Kosten und haben keine Einnahmen, so dass vorhandene Liquiditätsreserven der Fonds schnell aufgebraucht sind.

Einen deutlichen Rückgang an Platzierungen von Schiffsbeteiligungen meldet der Verband Geschlosse-ne Fonds. Danach haben Anleger mit 95,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 insgesamt 57 Prozent weniger investiert als im vierten Quartal 2008 (225,2 Millionen Euro). Der Rückgang sei zwar deutlich, allerdings insgesamt moderater ausgefallen, als zunächst befürchtet.

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Finanzen/Steuern (10315)

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