Ärzte Zeitung online, 11.08.2009

Kriminalität an Geldautomaten erstmals rückläufig

FRANKFURT/MAIN (dpa). Geldautomaten-Kriminalität sinkt: Nach Informationen des Radiosenders hr-iNFO ist der Schaden durch das Ausspähen von Geheimzahlen und das Manipulieren von Karten erstmals seit Jahren rückläufig. Der Schaden sei im ersten Halbjahr 2009 um 30 Prozent gemessen am gleichen Zeitraum im Vorjahr zurückgegangen, berichtete der Hessische Rundfunk in Frankfurt.

Auch die Zahl der Angriffe auf die Automaten sei rückläufig, erklärte die Leiterin des Sicherheitsmanagements beim Dienstleister Euro Kartensysteme, Margit Schneider, im Interview. Bundesweit seien in der ersten Jahreshälfte 413 Angriffe registriert worden nach 431 in den ersten sechs Monaten 2008.

Schneider erklärte den Rückgang mit verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Banken. Kreditinstitute hätten die Lesegeräte an den Türen abmontiert und Kriminellen damit eine Möglichkeit zur Manipulation genommen. Außerdem seien die Kartenschlitze vieler Bankautomaten mit zusätzlichen Vorrichtungen versehen, die eine Manipulation erschwerten. Euro Kartensysteme wickelt den EC-Zahlungsverkehr für die Kreditinstitute in Deutschland ab und ist für die Schadensregulierung zwischen ihnen zuständig.

Experten der Polizei gehen davon aus, dass die Präventionsarbeit Früchte trägt. "Die Kunden legen inzwischen die Hand über die Tastatur und melden, wenn ihnen etwas am Geldautomaten auffällt", sagte Markus Bönisch vom hessischen Landeskriminalamt dem Sender.

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