Ärzte Zeitung online, 27.08.2009

Verbraucherstimmung hellt sich weiter auf

NÜRNBERG (dpa). Einen Monat vor der Bundestagswahl hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter verbessert. Die Konsumenten gäben ihren Konjunkturpessimismus mehr und mehr auf, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag in Nürnberg mit. Wegen der sehr geringen Inflation bleibe mehr Geld im Portemonnaie übrig.

Dies drücke sich in steigenden Einkommenserwartungen aus. Stabile oder sogar rückläufige Preise sowie ein verhältnismäßig stabiler Arbeitsmarkt sorgten dafür, dass auch die Kauflaune zulege.

Für das Konsumklima prognostiziert die GfK im September einen Wert von 3,7 Punkten nach 3,4 Punkten im August. Vor einem Jahr waren es lediglich 1,8 Punkte gewesen. "Damit erweist sich das Konsumklima derzeit als wesentliche Stütze der deutschen Konjunktur", berichtete die GfK.

Die Konjunkturerwartungen der Bundesbürger lassen den Angaben zufolge das Rezessionstief vom Jahresanfang immer weiter hinter sich. Der Indikator stieg im August bereits zum fünften Mal in Folge und liegt mehr als 14 Punkte über dem Vorjahreswert. Die Talfahrt der Wirtschaft scheine gestoppt, die weltweit aufgelegten Konjunkturprogramme zeigten Wirkung.

Die Einkommenserwartung verzeichnete den dritten Anstieg in Folge. Die Senkung der Krankenversicherungsbeiträge und Entlastungen bei der Einkommenssteuer sind laut GfK ebenso dafür verantwortlich wie die geringe Inflation und niedrige Preise. "Diese Entwicklungen überlagern im Moment offenbar mögliche Ängste um den Arbeitsplatz", erläuterte die GfK.

Die Bürger sind deshalb stärker als noch im Vormonat bereit, Geld für größere Anschaffungen auszugeben. Der entsprechende Indikator kletterte auf den höchsten Wert seit dem Dezember 2006. "Vor allem das niedrige und teilweise sinkende Preisniveau stützt die Konsumneigung", hieß es. Zudem bleibe der Arbeitsmarkt angesichts der Krise bisher erstaunlich robust.

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