Ärzte Zeitung, 03.09.2009

Lebensversicherung - Gesundheitscheck am Telefon

Von Marlene Röhl

Ein neues Verfahren am Telefon soll den Abschluss von Risiko-Lebensversicherungen erleichtern. Geklärt werden auch Gesundheitsfragen.

KÖLN. Die KarstadtQuelle Versicherungen bieten ihren Kunden mit einem neuen Sofort-Annahme-Check die Möglichkeit, alle Gesundheitsfragen zum Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung telefonisch zu klären. Mit der sofortigen Prüfung der Angaben kann der Verbraucher noch am Telefon erfahren, ob und zu welchem Beitrag er abschließen kann.

"Der Kunde bekommt also direkt eine Auskunft, ob er versichert werden kann und wie hoch sein Beitrag und eventuelle Zuschläge sind", sagt der Vorstandsvorsitzende Peter Endres. Vorher gab es auf dem deutschen Versicherungsmarkt nur vereinzelt das Angebot eines Tele-Interviews, bei dem zwar über Gesundheitsfragen gesprochen werden konnte, jedoch keine unmittelbare Prüfung der Angaben stattfand.

Der Sofort-Annahme-Check soll die Bearbeitungsprozesse verkürzen, die Prämien sollen günstiger werden. Außerdem dürfte die Methode dem Versicherer helfen, interessierte Kunden an ihr Angebot zu binden. "Die Zeitersparnis führt zur Kostenersparnis, die auch unseren Kunden zugute kommt", erklärt Endres. Daneben soll der Nutzer durch diesen neuen Service schneller zu seinem Versicherungsschutz kommen.

"Der Versicherungsschutz beginnt mit dem vereinbarten Zeitpunkt des Versicherungsbeginns, wenn der erste Beitrag bezahlt ist", sagt Unternehmenssprecher Johannes Plott. "Da die Zeit zwischen Telefongespräch und Beginn des Versicherungsschutzes beim Tele-Underwriting meist deutlich kürzer ist als beim schriftlichen Antragsprozess, entfallen für den Kunden lange Wartezeiten." Sei es dem Kunden nicht möglich, alle Angaben sofort zu machen, könne er diese nachreichen, sagt Plott. Die Klärung der relevanten Gesundheitsfragen ist Voraussetzung für einen Vertragsabschluss.

Das am Telefon Besprochene wird noch einmal schriftlich abgesichert. Der Kunde erhalte alle Gesundheitsfragen sowie seine Angaben in Textform, die er dann neben anderen Unterlagen wie der Erklärung zur Schweigepflichtentbindung des Arztes unterschrieben zurückschicke, erklärt Plott. "Nach Rücksendung der Unterlagen kommt der Vertrag schlussendlich formal zustande."

Für die behandelnden Ärzte ändert sich in Bezug auf die Schweigepflichtentbindung nichts. Die Mediziner müssen von der Schweigepflicht entbunden werden, um Auskunft geben zu können, wenn der Versicherer das für notwendig hält. Das ist entweder direkt nach Vertragsabschluss der Fall oder wenn der Versicherte innerhalb von zehn Jahren nach Abschluss stirbt.

Entscheidet sich der Kunde gegen einen Vertragsabschluss, löscht der Versicherer die Daten. Die personenbezogen erhobenen Informationen zum Gesundheitsstatus würden nach einer datenschutzrechtlich abgeklärten Frist von wenigen Monaten wieder vernichtet, sagt Plott. "Die Aufbewahrung für diesen Zeitraum erfolgt, um nochmalige Anfragen des Kunden besser befriedigen zu können."

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