Ärzte Zeitung online, 12.10.2009

Nur ein im Betrieb notwendiger Hund ist steuerfrei

TRIER (dpa). Für einen Hund fällt nur dann keine Hundesteuer an, wenn seine Haltung für einen Betrieb notwendig ist. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Trier hervor.

Die Richter wiesen damit die Klage eines Landwirts aus dem Raum Trier ab. Er hatte erklärt, er benötige seinen Schäferhund, um seine Galloway-Rinderzucht zu betreiben.

Die frei auf Weiden gehaltenen Rinder seien "im Vergleich zu Milchvieh lebhaft bis aggressiv", hatte der Landwirt laut Gericht argumentiert. Er brauche den Hund, wenn er auf die Weiden gehe, um Arbeiten wie Füttern oder das Anbringen von Ohrmarken zu erledigen. Der Hund treibe heranpreschende und angreifende Tiere zurück und helfe, einzelne Rinder abzusondern. Damit erfülle er eine Schutzfunktion. Außerdem bewache er den Hof, der nur an den Wochenenden bewohnt sei.

Die Richter hielten es hingegen nicht für notwendig, dass der Mann einen Hund hält - die Zucht könne auch ohne den Vierbeiner betrieben werden. So müsse eine auf eingezäunten Weiden stehende Herde "nicht zwingend" von einem Hund bewacht werden. Dass das Tier den Mann bei der Arbeit auf der Weide schütze, mache seine Haltung nicht notwendig, sondern zeige lediglich, dass sie nützlich sei. Der Tatsache, dass der Hund den Hof bewache, werde damit Rechnung getragen, dass die Steuer ermäßigt sei.

Gegen die Entscheidung kann die Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz beantragt werden.

Urteil vom 01. Oktober 2009 ­ 2 K 327/09.TR

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