Ärzte Zeitung online, 20.10.2009

KarstadtQuelle Bank warnt vor möglichem Datenklau

NEU-ISENBURG (dpa). Die KarstadtQuelle Bank tauscht nach Hinweisen auf einen möglichen Datenklau bei Kunden einen Teil der hauseigenen Kreditkarten aus. Die Bank mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt teilte am Montag mit, es handele sich um eine Sicherheitsmaßnahme für "potenziell gefährdete Kreditkarten".

Das Unternehmen betonte, dass aus seinen Systemen keine Daten entwendet worden seien. Die Bank habe aber in der vergangenen Woche einen Hinweis erhalten, dass ein Teil ihrer Kunden von "potenziellen Datenabgriffen bei den weltweiten Akzeptanzstellen" betroffen sein könnte.

Die KarstadtQuelle Bank ist nach eigenen Angaben der größte MasterCard-Herausgeber in Deutschland. Derzeit seien 900 000 solcher Karten von der Bank im Umlauf. Der Austausch der Karten gelte nur für einen "Bruchteil der Kunden", sagte eine Sprecherin der Bank. Die genaue Zahl wollte sie nicht nennen.

Die Verbraucherzentrale in Kiel hatte von einem "möglichen Datenleck" bei der Bank berichtet. In Anbetracht der hohen Kosten einer solchen Rückrufaktion sei davon auszugehen, "dass es hier bereits zu Missbrauchsfällen gekommen sein muss und die KarstadtQuelle Bank den Schaden begrenzen möchte". Ende der vergangenen Woche war beim Finanzdienstleister AWD eine Datenpanne bekannt geworden. Insgesamt 27 000 Kunden-Datensätze waren entwendet und dem NDR zugespielt worden.

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