Ärzte Zeitung, 29.10.2009

Arbeitszimmer ist für Ärzte kaum absetzbar

KÖLN (juk). Niedergelassene Ärzte, die Verwaltungsarbeiten für ihre Praxis zu Hause erledigen, können beim Fiskus keine Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer geltend machen. Das gilt nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln zumindest dann, wenn für diese daheim erbrachten Tätigkeiten in der Praxis Räume zur Verfügung stehen.

Im konkreten Fall hatte das Finanzamt einem Arzt nicht gestattet, sein häusliches Arbeitszimmer als Sonderbetriebsausgaben abzusetzen. Der Grund: Ein Betriebsprüfer hatte festgestellt, dass alle Behandlungszimmer in der Praxis auch mit Schreibtischen, Schränken und Computern ausgestattet waren. Die Räume, so das Argument, konnten also nach den Sprechstunden und am Wochenende für die Verwaltungsarbeiten genutzt werden. Der Arzt war demnach überhaupt nicht auf ein Arbeitszimmer daheim angewiesen.

Das Finanzgericht Köln bestätigte nach Informationen des Deutschen Unternehmenssteuer Verbands die Rechtsauffassung des Finanzamtes. Der Mediziner könne die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur geltend machen, wenn ihm für die berufliche Tätigkeit, die er dort ausübe, kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stehe. Im vorliegenden Fall sei diese Voraussetzung jedoch nicht gegeben, da die Behandlungszimmer für die Erledigung der Büroarbeiten geeignet seien.

Az.: 10 K 681/06

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »