Ärzte Zeitung online, 13.11.2009

Immer mehr Hinweise auf Kurzarbeit-Betrug

NÜRNBERG/FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Zahl der vermuteten Betrugsfälle mit Kurzarbeitergeld steigt nach Medieninformationen rasant an. Derzeit lägen der Bundesagentur für Arbeit entsprechende Hinweise auf knapp 540 Unternehmen vor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag).

Damit habe sich die Zahl der Verdachtsfälle seit September fast verfünffacht. In den meisten Fällen besteht nach Angaben einer Behördensprecherin der Verdacht, dass in den Unternehmen trotz der betrieblich vereinbarten Arbeitszeitreduzierung weiterhin Vollzeit gearbeitet werde.

Aus Dienstleistungsunternehmen seien zudem Fälle bekannt, in denen von Kurzarbeitern schlicht dasselbe Arbeitspensum verlangt werde wie in normalen Zeiten. Der Nachweis gestaltet sich gerade in solchen Fällen oft schwierig, so die Sprecherin.

Erhärtet sich für die Bundesagentur der Betrugsverdacht, werden die Fälle an die zuständige Staatsanwaltschaft oder die Zollbehörden weitergeleitet. Schließlich droht Betrügern neben der Rückzahlung der Leistungen auch ein Bußgeld. Derzeit wird Kurzarbeit nach Hochrechnungen der Bundesagentur in mehr als 60 000 Unternehmen für rund 1,1 Millionen Arbeitnehmer gezahlt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »