Ärzte Zeitung online, 18.12.2009

Beschäftigte haben mehr Geld in der Tasche

WIESBADEN (dpa). Die Beschäftigten in Deutschland hatten im dritten Quartal erstmals in 2009 mehr Geld in der Tasche. Die Reallöhne stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,6 Prozent, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden.

Dazu trugen die gestiegenen Bruttomonatsverdienste mit 0,4 Prozent bei und die gesunkenen Verbraucherpreise mit 0,2 Prozent. In den Vorquartalen hatte es jeweils ein Minus bei den Reallöhnen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

Allerdings verlief die Entwicklung nicht gleichmäßig: Vor allem in den Industriebetrieben wurde kurz gearbeitet, was auf die Löhne und Gehälter durchschlug. Die Reallöhne sanken im verarbeitenden Gewerbe binnen Jahresfrist um drei Prozent. Dabei wird jedoch das zum Ausgleich gezahlte staatliche Kurzarbeitergeld nicht in der Einkommensstatistik berücksichtigt. Besser ging es den Beschäftigten in nahezu allen anderen Branchen. Lehrer und Erzieher konnten sich im Schnitt über 4 Prozent höhere Reallöhne freuen, in anderen Teilen des öffentlichen Dienstes gab es 3,8 Prozent mehr.

Die höchsten Verdienste gab es mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt von 4177 Euro im Wirtschaftszweig Information und Kommunikation. Der Schnitt lag bei 3151 Euro, während die Beschäftigten im Gastgewerbe mit 1880 Euro zurechtkommen mussten.

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