Ärzte Zeitung online, 21.12.2009

Weniger Immobilien unter dem Hammer

HAMBURG/RATINGEN (dpa). Die Zahl der Immobilien, die 2009 an deutschen Amtsgerichten unter den Hammer gekommen sind, ist leicht zurückgegangen.

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86 617 Zwangsversteigerungstermine, ein Minus von zwei Prozent verglichen mit 2008, registrierte der Ratinger Fachverlag Argetra in seiner Jahresbilanz. Fast drei Viertel der Termine waren erstmals angesetzt. Analog dazu ging auch die Summe der Verkehrswerte um 1,8 Prozent auf 15,11 Milliarden Euro zurück. Auffällig waren laut Argetra die Städte Hamburg und Berlin: Während in der Hansestadt die Zwangsversteigerungen um 18 Prozent hochschnellten, gingen sie in der Hauptstadt um fast 17 Prozent zurück. Grund dafür sei dort die hohe Immobiliennachfrage.

"Wenn sich die schwächelnde Konjunktur weiter fortsetzt, bleibt ein Anstieg der Zwangsversteigerungen unausweichlich. Dies wird frühestens 2010 spürbar", teilte Argetra mit. Auch 2009 bewegten sie sich auf hohem Niveau, vor acht Jahren waren die Termine von 58 000 auf erstmals knapp 80 000 gesprungen.

In den ostdeutschen Länder habe sich 2009 ein rückläufiger Trend stabilisiert, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum betrage das Minus 6,4 Prozent. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sei die Zahl der Versteigerungstermine um jeweils knapp zehn Prozent zurückgegangen. Die meisten Termine wurden in Nordrhein-Westfalen mit stabil rund 18 500 anberaumt. In Schleswig-Holstein gab es einen leichten Zuwachs von 2,1 Prozent.

Rund ein Drittel der angebotenen Versteigerungsobjekte waren Eigentumswohnungen, ein Drittel Ein- und Zweifamilienhäuser und mehr als ein Viertel waren Gewerbeimmobilien, Wohn- und Geschäftshäuser. Der Rest entfiel auf Grundstücke sowie Garagen.

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Finanzen/Steuern (10401)

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