Ärzte Zeitung online, 14.04.2010

Britischer Premier: Mitschuld an Bankenkrise

LONDON (dpa). Großbritanniens Premierminister Gordon Brown hat eine Mitschuld an der Bankenkrise eingestanden. In seiner Zeit als Finanzminister von 1997 bis 2007 habe er es versäumt, die Banken mit strengeren Regeln zu kontrollieren, sagte er am Dienstagabend in einem Fernsehinterview.

In den 90er Jahren hätten die Banken ständig nach weniger Regulierung gerufen. "Die Wahrheit ist, wir hätten sie global und national stärker regulieren sollen", sagte Brown dem Fernsehsender ITV 1. Brown ist Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei.

Zum Höhepunkt der Wirtschaftskrise mussten mehrere britische Banken vom Staat gerettet werden. Er habe aus seinen Fehlern gelernt, sagte Brown, der derzeit mitten im Wahlkampf steckt. Am 6. Mai wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt.

Brown, der bei öffentlichen Auftritten häufig eher steif wirkt, bezeichnete sich als schüchternen Menschen. Bei der Präsentation seiner Politik sei er nicht besonders gut. Browns konservativer Herausforderer David Cameron hat früher in der PR-Branche gearbeitet und gilt als besserer Redner.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »