Ärzte Zeitung online, 11.08.2010

Pleitewelle reißt nicht ab

WIESBADEN (dpa). Die Pleitewelle bei deutschen Firmen und Verbrauchern reißt nicht ab. Im Mai meldeten die deutschen Amtsgerichte 13 477 Insolvenzen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet. Das waren 7,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber 3,4 Prozent weniger als im April.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg binnen Jahresfrist leicht um 1,1 Prozent auf 2692. Damit gingen von Januar bis Mai insgesamt 13 716 Firmen in die Pleite. Das sind 2,7 Prozent mehr als zum Höhepunkt der Rezession im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im Mai binnen Jahresfrist um 14,1 Prozent auf 8552 Fälle. Seit Jahresanfang mussten damit 44 567 Privatpersonen Insolvenz anmelden (plus 11,8 Prozent). Im Monatsvergleich war die Zahl der Privatpleiten aber bereits zum zweiten Mal in Folge rückläufig, nachdem sich im März 10 339 Verbraucher an ein Amtsgericht wenden mussten.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den Mai auf 3,5 Milliarden Euro nach 6,7 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Der Rückgang der Forderungen sei darauf zurückzuführen, dass im Mai 2009 wirtschaftlich bedeutendere Firmen pleitegegangen seien.

Der Wirtschafts- und Informationsdienst Creditreform rechnet nach Angaben vom Mittwoch damit, dass sich die Insolvenzrisiken für mittelständische Unternehmen in den kommenden Monaten weiter abschwächen werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »