Ärzte Zeitung online, 06.10.2010

IWF schraubt Deutschland-Prognose rauf

WASHINGTON (dpa). Belastet von ungelösten Problemen klettert die globale Wirtschaft allmählich aus dem tiefen Krisental. Deutschland prescht mit voran - zumindest vorerst. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schraubte seine diesjährige Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft am Mittwoch massiv um 1,9 Punkte auf 3,3 Prozent nach oben.

2011 sei allerdings nur ein Plus von 2 Prozent zu erwarten, heißt es im jüngsten Weltwirtschaftsausblick des IWF, der in Washington vorgelegt wurde.

Global geht es auch voran, aber Schwellen- und Industriestaaten klaffen deutlich auseinander. Für dieses Jahr erwartet der IWF, dass die weltweite Wirtschaftsleistung im Schnitt um 4,8 Prozent zulegt, im nächsten Jahr sollen es immerhin noch 4,2 Prozent sein. Aufsteigende Volkswirtschaften legen aber 2010 um 7,1 Prozent zu, die sogenannten reichen Staaten im Mittel lediglich um 2,7 Prozent.

Die meisten Industrieländer stünden noch immer vor großen Aufgaben, mahnt der Fonds: Haushalte und Staaten seien nach wie vor zu hoch verschuldet, der Finanzsektor weiter noch nicht ausreichend neu geordnet. Länder, die wie die USA zu stark vom Privatkonsum abhingen, müssten mehr exportieren. Staaten wie China, die zu sehr auf Ausfuhren setzten, sollten den Verbrauch ihrer Bürger ankurbeln. Ändere sich dies nicht, werde die Wirtschaftserholung kaum nachhaltig sein, warnt der Weltwährungsfonds.

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