Ärzte Zeitung online, 09.08.2011

Heftige Schwankungen an der Börse zum Handelsauftakt

FRANKFURT/TOKIO/PEKING (dpa/ger). Nachdem am Dienstag die Börsen im Asien-Pazifik-Raum ihren Negativtrend fortsetzten, ist auch der deutsche Aktienmarkt zunächst mit leichten Verlusten in den Handel gestartet, drehte dann kurz ins Plus, um dann wieder abzusacken.

Der deutsche Leitindex verzeichnete kurz nach Handelsauftakt zunächst heftige Schwankungen. Zunächst gab es ein Plus von 0,74 Prozent gegenüber dem Vortag, der Index stieg dann sogar kurz auf über 6000 Punkte, ging dann aber wieder steil nach unten und fiel bis 10 Uhr sogar in Richtung 5800-Punkte-Marke.

Am Montag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer noch fünf Prozent eingebüßt und bei 5923,27 Punkten geschlossen. Auch die US-amerikanischen Börsen verloren deutlich.

Sechster Handesltag in Folge mit Kursverlusten in Japan

An der japanischen Börse hat sich dann die Talfahrt der Kurse am Dienstag mit der Sorge der Investoren vor einem Abrutschen der US-Wirtschaft in die Rezession fortgesetzt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte schloss den Handel aber mit geringeren Verlusten als am Vortag und ging mit einem Minus von 1,68 Prozent bei 8944,48 Punkten aus dem Handel.

Das war der sechste Handelstag in Folge mit Kursverlusten. Der breit gefasste Topix rutschte um 1,59 Prozent ab auf 770,39 Punkte.

"Der weltweite Kursrutsch an den Börsen setzt sich fort", hieß es von Händlern. Mittlerweile seien die Kriterien für einen sogenannten "Bärenmarkt" an der japanischen Börse erfüllt. Mit Spannung würden nun die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Anschluss an die Zinsentscheidung in den USA erwartet.

Misubishi UFJ Financial Group ein großer Verlierer

Zu den großen Verlierern zählen die Aktien Mitsubishi UFJ Financial Group mit einem Minus von 2,42 Prozent. Der Finanzkonzern zählt zu den großen japanischen Anteilseignern von US-amerikanischen Staatsanleihen. Noch stärkere Verluste gab es bei den Aktien der Inpex Copr. mit einem Minus von 5,51 Prozent.

Das Unternehmen ist der größte japanische Ölförderkonzern und leidet laut Händlern unter der massiven Talfahrt der Ölpreise in den vergangenen Handelstagen.

Der Dollar wurde im Nachmittagshandel leichter mit 77,36-38 Yen gehandelt nach 77,88-89 Yen am späten Montag. Der Euro notierte zum Yen leichter mit 110,10-12 Yen nach 111,80-84 Yen am Vorabend. Zum Dollar lag er schwächer bei 1,4231-4234 Dollar nach 1,4357-4358 Dollar am späten Montag.

Minus auch in Asien

Auch die Börsen in China und Hongkong sind am Dienstag weiter kräftig ins Minus gerutscht. Der Hang Seng-Index in Hongkong eröffnete 6,25 Prozent niedriger, während die chinesischen Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen zum Auftakt um 2,33 Prozent beziehungsweise 2,7 Prozent fielen.

Neben der Talfahrt an der Wall Street und den Sorgen um die Weltwirtschaft drückte in China noch die hohe Inflation die Stimmung. Wie das Statistikamt am Dienstag in Peking mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Juli mit einem Plus von 6,5 Prozent auf ein Drei-Jahres-Hoch.

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